ATV-Module

Wie mit  den Modulen eine leistungsfähige ATV Station aufgebaut wird.

Auch bewährtes geht zu Ende.
Da ich seit 2010 das Gewerbe beendet habe, kann ich die beliebten FM Baugruppen nicht mehr liefern. Auch bei Lechner scheinen sie nicht mehr auf.

Da sie fallweise gebraucht und auch bei einigen Händlern, sowie immer wieder in ebay angeboten werden, lasse ich die folgenden Hinweise vorläufig noch auf der Homepage.

Ein einfacher ATV-Empfänger könnte wie folgt erstellt werden:
Je nach gewünschtem Frequenzbereich wird ein Fertigmodul FM1200RX oder FM2400RX angeschafft.
Es gibt auf jedem RX ein Poti, mit dem der Ausgangs-Videopegel auf das Normmaß von 1 V Spitze eingestellt werden kann. Das ist günstig, da diverse ATV Relais mit unterschiedlichem FM-Hub arbeiten.
Zusätzlich kann über eine kleine Modifikation am Tunermodul eine 12 Volt Speisung über das Koaxkabel eingeschleust werden. ( Zur Speisung eines Mastvorverstärkers) Dazu muß nur der vorderste Anschlußpin des Weißblechkästchens über einen Schalter mit 12 Volt verbunden werden. Sicherung in dieser Leitung nicht vergessen!
Ebenso gibt es Modifikationsanleitungen für einen S-Meter Anschluß:
www.g1mfg.com/website/mods.html

Wenn man eine elegantere Frequenzeinstellung, als Dip Schalter bevorzugt, nimmt man noch eine Baugruppe LCD Display dazu. Darüber kann jetzt mit up-down Tasten die Frequenz in 125 kHz Schritten eingestellt werden.

Wer es ganz komfortabel will, baut gleich einen kleinen LCD Monitor mit 2.5” oder 5,6” mit in das Gehäuse ein. Je nachdem, ob der LCD Monitor schon einen eingebauten NF Verstärker besitzt, wird ggf. noch ein kleiner NF Verstärker samt Kleinlautprecher benötigt.
Ist vorgesehen, das Gerät später zu einem kompletten ATV-Transceiver auszubauen, ist dieser kleine Monitor hervorragend als Vorschaumonitor einsetzbar.

Der ideale Montageort für den RX Baustein ist die Geräterückseite, da dann die SMA Eingangsbuchse direkt aus der Rückwand ragen kann und keine zusätzlichen HF Kabel benötigt werden.
Die Verdrahtung der Baugruppen untereinander erfolgt mit Litzendraht von mindestens 0.5 mm Stärke. Video- und NF Leitungen werden aus dünnem Abschirmkabel hergestellt. Für die kurzen Längen muß es kein 75 Ohm Kabel sein.

Natürlich wird das Video und NF Signal noch über einen Umschalter zur Geräterückseite auf  Cynch Buchsen  geführt, damit wahlweise auch ein großer Monitor benützt werden kann.

Das große Schaltbeispiel unten zeigt einen gut ausgerüsteten ATV-Transceiver. Als Ergänzung wäre noch ein zweiter Empfangsbaustein (umschaltbar) denkbar, damit auch Direktverbindungen im selben Amateurband möglich werden.

Ein gut ausgestatteter ATV-Transceiver:

Je nach gewünschtem GHz Band kommen die Module FM1200TX, FM2400TX, FM2352TX in Betracht.
Alle diese Module besitzen bereits eine einfache Basisband Aufbereitung auf der Platine, sodaß im einfachsten Fall der Sender nur einen Mikrofonverstärker benötigt, um QRV zu werden.

Meist will man es jedoch schon etwas edler. In der Regel soll gleich im Gerät eine etwas höhere Leistung erzeugt werden. Das ist z.B. mit der PA 2350 möglich, die mit einem kurzen Koaxkabel mit SMA Steckern angeschlossen wird. Endstufen für 23cm gibt es von vielen anderen Anbietern.

Weiters ist meist eine eingebaute Texteinblendung OSD-1232 sehr sinnvoll, da Rufzeichen, Stationsbeschreibung und dergleichen elegant ins ATV Bild eingeblendet werden können. Für einen kurzen Portabel Test muß nicht mal unbedingt eine Kamera mitgeschleppt werden, da ohne Videosignal dieser Baustein selbst ein blaues Hintergrundbild erzeugt.

Ganz vornehm wird es, wenn man noch einen Line-Eingang vorsieht und den über einen kleinen Mischer mit dem Mike Vorverstärker kombiniert. So kann man z.B. einen Videofilm zeigen und über das Mike Kommentare einblenden.

Je nach Wahl des beabsichtigen Antennenkabels sollte man bei der Wahl der Ausgangsbuchse von TX-Modul oder PA gut überlegen, wie das gemacht werden soll. Die zierliche SMA Buchse darf keinsfalls mit einem Schraubadapter nach N-Norm versehen werden und dahinter dann gar noch ein steifes H-100 Koaxkabel. Ein Ausbrechen der SMA Buchse wäre wahrscheinlich die baldige Folge. Besser ist es, einen Kabeladapter zu verwenden, der die mechanische Last von der SMA Buchse nimmt.

Alle bisher beschriebenen Bausteine arbeiten mit 12 Volt, wobei eine Spannung bis 13.5 Volt zulässig ist. Beim 200 mW Sender ist jedoch der kleine Kühlkörper der Spannungsregler mit einer größeren Metallfläche zu verschrauben. z.B. Gehäuserückwand.

Generell sollte die 12 Volt Spannungszuführung über einen zuverlässigen, verpolungssicheren Stecker erfolgen. Eine Sicherung in der Plusleitung ist sehr empfehlenswert. Dahinter empfiehlt sich eine Abblockung bestehend aus Elko und Keramikkondensator. Erst dahinter kommt dann die restliche Innenverdrahung der Stromverorgung zu den Modulen.

Jedes Modul sollte eine eigene Masseverbindung ausgehend von einem Sternpunkt erhalten, um Brummschleifen zu vermeiden. Der beste Punkt ist in den meisten Fällen die Masse der Mike - Eingangsbuchse.

Ebenfalls, um Brummschleifen zu vermeiden, sollten alle Video - und Audio Buchsen isoliert montiert werden und erst über das Abschirmkabel mit Masse verbunden werden.