Forumtreff 2016
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Diese spätsommerlichen Schäfchenwolken und Kumuli bei Sonnenuntergang versprachen optimale Wetterverhältnisse für unser Forumstreffen Nummer 7

29. bis 31. 8. Wanghausen                                                    0  km                  Ges:  0 km          

Vor dem Treffen kamen noch unsere beiden Bienchen Maya und Willi zu einer Kurzvisite auf die Ranch und wurden gleich mit einem zünftigen Kesselgulasch begrüßt.

Am nächsten Tag ein Besuch von Burghausen samt der längsten Burg Europas war natürlich Pflicht. Diese Burg habe ich schon in einem anderen RB vorgestellt, deshalb keine Wiederholungen. Die Würdigung der Jazz Legenden in den Grüben kann ich euch leider nicht ersparen. Die Bronze von Ella Fitzgerald wurde leider nicht mehr neu angeschafft. Aber Dave Brubeck mit seinem unvergessenen Take five ist ja auch kein Niemand.

1. 9. Wanghausen  -  Bad Waltersdorf                                                    378  km                  Ges:  378 km          

Die Oststeiermark ist wegen unserer unzähligen Besuche kein Reiseweg mehr, der noch irgendwelche Überraschungen zu bieten hätte. Wie immer waren wir eine der letzten, die am CP ankamen. Über die überaus freundliche Begrüßung durch die Besitzer waren wir mehr als angenehm überrascht. Ja und über das Wiedersehen mit unseren Forum Freunden braucht man sich keine Gedanken machen, das war ein Hallo wie jedes Jahr.
Kurz nachdem der Aufbau abgeschlossen war, warf Wickerl auch schon seinen 29 Cent “Einweg-Griller” an, der wohl an Professionalität nicht mehr zu überbieten ist.
Manfred, der nicht weniger professionelle Grillmeister aus Thüringen führte uns dann vor, wie eine thüringische Bratwurst sein muß. 20 hungrige Mäuler musste er stopfen.

2. 9. Bad Waltersdorf                                                    0  km                  Ges:  378 km          

Schnell am Vormittag noch einen Spaziergang nach Bad Walterdorf eingelegt, und schon stand nach einem kargen Mittagsessen die nächste Arbeit des Tages auf dem Programm:

Der Stiefel Weit- und Zielwurf Bewerb.

Da die Regeln für eine derartige Sportart alles andere als einfach sind, hat sich Cheffe unermüdlich als Instruktor abgemüht, bis es wirklich alle begriffen hatten. Seinen Demo-Erstwurf verschweige ich jedoch hier aus Gründen der Höflichkeit.
Leider kann ich nicht alle Würfe zeigen, so müssen halt ein paar Kostproben reichen. Als Superstar erwies sich unsere Rosi, als most sexy girl zwischen Waltersdorf und Nebraska!

Ein Stilleben in Stiefeln. Der Ball war das Ziel. Da zeigte sich deutlich, wer geübt hatte und wer noch einer Nachschulung bedarf.
Von der anschließenden Siegerehrung samt Pokalverleihung möchte ich nur die beiden Damen zeigen, die sich über die Ehrung sichtlich am allermeisten gefreut haben.

Doch der Abend sollte noch nicht vorbei sein. Denn extra für uns reiste der Maler Monsieur Pierre mit seiner reizenden Assitentin Jaqueline per Hubschrauber aus Paris an, um uns seine Kunst vorzustellen. Er malt allerdings nicht mit Pinsel und Farbe, sondern mit Menschen.

Vom geregelten Stuhlgang, Armleuchter, große Dürre, bis zur überspannten Dame gab es unzählige Bilder zu bestaunen. Danke Pierre!

3. 9. Bad Waltersdorf                                                    0  km                  Ges:  378 km          

Wir haben ja immer unsere brave Henne Mizzi auf Reisen bei uns. Am Samstag Morgen hatte sie schon wieder zwei Eier gelegt. Gerade recht für ein opulentes Frühstück.

Doch dieser Tag sollte den Künsten gewidmet sein. Am Vormittag kreuz und quer diskutieren, bis wirklich niemand mehr etwas versteht. Aber das stört uns nicht, denn wir machen das bei jedem Treffen so.

Der Nachmittag war der Kürbis Schnitzkunst unter der Anleitung unserer Camping Wirtin gewidmet.

Und ganz unten habe ich es endlich einmal geschafft, einen Großteil der ganzen Horde gleichzeitig vor die Linse zu kriegen. Ein Sack Flöhe hüten ist ein Kinderspiel dagegen.

Die nächste Kunst war, nicht vom Zeiserlwagen zu fallen. der uns zum Buschenschank führte, gezogen von einem Steyrer Traktor Bj. 1951

Endlich was ordentliches zum Essen. Und Schwammerlwochen waren auch gerade. Dazu eine feine Schilchermischung, oder 2.

Wie man sieht, hat es gegen Ende einigen Damen schon am nötigen Ernst für die Fotographie gefehlt. Wein aus dem Krügerl trinken und das edle Glas steht unbenutzt daneben? Oder dem Lichtbildner eine Schnute zeigen, ja darf man des?
Wer genaue Augen hat, sieht schon die Wirtin mit “Pensionistensilber” anrücken

Wir durften sogar die feine Naturkegelbahn benutzen. Leider habe ich keine Fotos.

Die Heimfahrt in absoluter Dunkelheit haben wir wieder im Zeiserlwagen genossen und es ist niemand verloren gegangen.

Die Wirtin hat uns nach der Heimfahrt noch aufgefordert, die Kunstwerke zu illuminieren und mit schaurigem Geheul die anderen Camping Gäste zu erschrecken. Befehl ist Befehl, so sind wir diesem gerne nachgekommen. Hoffentlich haben das alle anderen auch so lustig gefunden wie wir.

Mit einem kleinen Schlummertrunk klang dieser letzte Abend aus, nicht ohne für das kommende Jahr um eine Neuauflage zu bitten.

4. - 10.9. Bad Waltersdorf  -  Papa / Ungarn                                                164  km                  Ges:  542 km          

Ja, es hieß schon wieder Abschied nehmen von unserer fröhlichen Runde. Jedes Festl geht schneller zu Ende, als man es wahrhaben will. So nahe an der ungarischen Grenze beschlossen wir, noch eine knappe Woche Therme anzuhängen. Nach einigen Jahren Papa Abstinenz, war das Ziel klar und wir auf die Umgestaltungen der Altstadt äußerst neugierig.

Ja die Maßnahmen können sich sehen lassen und die Verkehrsberuhigung ist eine reine Wohltat. Die erste Anfahrt ist ein bissl seltsam, fährt man doch genau über das neue Kopfstein Pflaster,weil die Thermen Anfahrt über Richung Györ gesperrt ist.
Vielleicht haben auch die immer versperrten ungarischen Kirchentüren eine Ende gefunden? Wir konnten jedenfalls erstmal ungehindert hinein gehen. Super, es hat sich was getan und alles in die positive Richtung.

Der riesige Ahorn als “Dorfmitte” ist noch mächtiger geworden, das Lokal hat noch einen Freisitz hinzu bekommen, die großzügigen Parzellen mit 10 x 10 m sind genauso großzügig geblieben. Und die jungen Bäume spenden schon richtig Schatten, wenn man sie geschickt nutzt. Der Bäcker kommt noch immer mit seiner fröhlichen Melodie und vor allem  seinem unübertroffenen Kirschstrudel.

Ja in Papa kann man es gut aushalten. Ein Niederländer mit einem selbst umgebauten Magirus Deutz faszinierte mich. Natürlich habe ich gebeten ein Foto machen zu dürfen. Stolz erklärte er mir die Einzelheiten dieses einmaligen Womos. Er kaufte dieses Fahrzeug aus der Konkursmasse eines holl. technischen Hilfswerks. Original mit mageren 60 PS. Nach dem Umbau zum Womo wog es über 6 Tonnen. Er wurde dadurch zur Beute aller LKW´s auf den Autobahnen. Trotz enormer technischer Auflagen setzte er eine Umrüstung auf einen 5,4 l Motor mit über 160 PS durch. Bewundernswert.

11.9. Papa / Ungarn  -  Wanghausen                                              515  km                  Ges:  1057 km          

Alles Schöne geht zu Ende und wir mussten wieder die Heimreise antreten. Da ich sehr ungern dieselbe Strecke zurück fahre, beschloß ich über Sopron, Klingenbach, Wien die Heimreise zu fahren. Welch verhängnisvoller Fehler. Klingenbach ist der einzige Grenzübergang, der penibel alle Fahrzeuge auf Schlepper, Migranten etc... kontrolliert. Für einen km haben wir exakt eine Stunde gebraucht. Jetzt sind wir gescheiter.

Egal, am Abend waren wir wohlbehalten zuhause und saßen mit unser Enkelin gemütlich unter dem Haselstrauch, der auch für den Treff einige Kostproben beigesteuert hat.

Danke für die geistige Begleitung, die lockers