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6.5. Nicotera  -  Sant Elia                                                                                        124 km                  Ges:  2211 km          

Die Meerenge nach Sizilien ist hier nur 4 km breit. Man versteht schon, daß hier seit ewigen Zeiten an einer Brücke geplant wird. Jedoch wie meist im Süden, fehlt es am nötigen Kleingeld.

Das nächste Bild zeigt, daß wir es endlich geschafft haben. Die völlig unnötige Stadtdurchfahrt durch Reggio di Calabria liegt hinter uns. Es war nur Streß und keinerlei Motivation für ein Foto.

Sant Elia haben wir als Tagesziel ausgesucht, weil wir verlassenen Häuser am Berg sehen wollten und auch weil das ionische Meer schon angenehme Badetemperaturen versprach. Die verlassenen Häuser haben wir nicht erwandert, sondern bequem per Tele heran geholt. Das Pärchen, das am Meer so total unterschiedlichen Beschäftigungen nachgeht, musste auch verewigt werden. Er fischte und sie rubbelte am Tablet herum. St. Elena ist auch der Ort, wo wir einen letzten Blick zum Ätna in ca. 70 km Entfernung erhaschen konnten.

Sonnenunter- und Aufgang mit Blick zum Ätna von einem prächtigen Freistehplatz aus beobachtet, so schön kann das Womo Leben sein.

7.5. Sant Elia - Isca Marina                                                    129 km                  Ges:  2340 km          

Wieder ein schöner Freihstehplatz, leider spielte das Wetter nicht mit. Strandspaziergang ja, aber zum schwimmen war es viel zu kalt und windig. Doch ein total verlassenes Grundstück gab unserem Verpflegungsoffizier wieder die Chance für leckeren Mundraub.
Eine der wenigen noch völlig gesunden Palmen in Kalabrien. Der unheimliche Käfer aus Nordafrika hat die meisten Palmen, speziell fast alle Dattelpalmen an den Rand des Absterbens gebracht. Er landet von oben im Zentrum,vermehrt sich dort und wenn die ersten Schäden sichtbar werden, ist die Meute längst ausgeflogen und hat sich neue Opfer gesucht.

8. - 10. 5. Isca Marina - Ciri Marina                                                    136 km                  Ges:  2476 km          

Endlich wieder schönes Wetter in der schönen Stadt Ciro, wo der bekannte gleichnamige Rotwein her kommt. Diesmal haben wir einen CP aufgesucht, weil V/E und Einkäufe dringend anstanden. Der CP dient vielen Mitteleuropäern zum Überwintern, deshalb war er auch entsprechend voll.

Eng gings her, aber dafür haben wir zwei ganz nette deutsche Pärchen kennen gelernt. Die waren auch nicht wasserscheu und so passten wir recht gut zusammen. So haben wir gleich beschlossen, die nächste Etappe gemeinsam zu reisen und einen Freistehplatz direkt am Meer zu suchen.

11.5. Ciri Marina  - Marina di Pistici                                                    161 km                  Ges:  2637 km          

Fahren im Convoi ist immer anstrengend, wenn man an individuelles Reisen gewöhnt ist. So wurde die Suche nach einem freien Stellplatz, der für 6 Personen akzeptabel ist fast zur Arbeit. Erst der 3. mögliche Platz hat uns allen gefallen. Schöner Strand und das Meer wurde auch von Tag zu Tag wärmer. Vergesst die sonderbaren Schilder, die bedeuten in der Vorsaison gar nix.

Weicher Sand, ordentliche Wellen und das Meer schön warm. Hier passte einfach alles. Leider hieß es am nächsten Morgen schon wieder Abschied nehmen, denn unsere Bekannten wollten nach Norden, um Matera und Alberobello zu besuchen, was wir schon kennen. Dagegen wollten wir endlich die Ferse bzw Absatz von Italiens Stiefel besuchen. Hier gibt es noch etliches Neues für uns zu entdecken.

Leider gibt es auch solche Bilder aus Kalabrien. Der Müll war bei unseren früheren Reisen schon ein stetes Problem. Leider hat sich nach unseren Eindrücken die Lage eher verschlechtert, statt verbessert.

Eine regelmäßige Müllabfuhr gibt es nicht, so sind die Leute gezwungen, ihren Unrat bei völlig willkürlich platzierten “Sammelstellen” abzuliefern. Was in den Containern nicht Platz findet, wird eben daneben geworfen. Wildlebende Hunde, Katzen, etc suchen und wühlen im Müll und verteilen den Dreck dann auf halbe Straßenbreite.

Das soll das letzte Bild aus Kalabrien sein. Wir waren schon sehr neugierig, ob dieser Müll Schlendrian auch in Apulien so schlimm ist.

12.5. Marina di Pistici  -  San Pietro                                                  112 km                  Ges:  2749 km          

Wir umrundeten die Bucht von Taranto, die große Hafenstadt nur durchfahren, um wieder die Küstenlinie auf kleinen Provinzstraßen zu erreichen. Und hier merkten wir sofort den Unterschied. In allen kleinen Städten und Orten sahen wir vor jedem Haus eine Mülltonne, die Straßen sauber und alles gab uns einen äußerst positiven ersten Eindruck von Apulien. Wir hätten hier direkt an der Küste problemlos viele freie Stellplätze gefunden. Es war aber zu windig und frisch zum Schwimmen, so suchten wir lieber eine kleine Stadt zum Bummeln. Diese fanden wir in San Pietro. Freistehen war in der noch sehr ruhigen Vorsaison überhaupt kein Problem.

Das interessanteste war die Kirche. Ein Bauwerk der Sarazenen wurde kurzerhand durch eine vorgesetzte Front “katholiziert.”

13. - 15. 5.   San Pietro - Gallipoli                                                 59 km                  Ges:  2808 km          

Gallipoli wir kommen, aber diesmal mit dem Radl, denn unser CP liegt 9 km außerhalb und noch dazu auf einem Hügel. Aber diese reizende Stadt ist jede Anstrengung wert. Mittelalter und Moderne sind hier nur durch eine Brücke getrennt.

Nahe der alten Seefeste geht es über die Brücke in die Altstadt. Hier wechseln sich Ausblicke auf Neustadt und Fischerboote mit engen Gäßchen und überraschend große Plätze ab. Auch die Neustadt mit seinem modernen Fischereihafen kann sich sehen lassen.

16. 5.   Gallipoli  -  Capo Santa Maria di Leuca                                                 56 km                  Ges:  2864 km          

Das Wetter war auf der Weiterfahrt richtig heiss geworden. So stieg die Lust auf ein erfrischendes Bad. Ausgerechnet mitten in der Stadt Pescoluse fanden wir einen öffentlichen Strand, keine 50 m von der Straße entfernt. Nichts wie rein in die Fluten. Anschließend Mittagessen und ein Stadtbummel rundeten diesen feinen Zwischenstopp ab.

Die restlichen km nach Leuca waren dann schnell geschafft. Auch hier versagte der SP-Führer von ACSII völlig. Mitten auf einer steilen Straße mit Parkverbot sagte die freundliche Garmin Dame: Sie haben ihr Ziel erreicht. Naja selber suchen hat auch noch nie geschadet. Diese Stiege im unteren Bild haben wir aber gemieden. sondern fuhren mit dem Womo rauf zur Wallfahrtskirche.

Die riesige Wallfahrtskirche ist Maria geweiht, obwohl hier der Apostel Petrus erstmals italienisches Land erreicht hat. Dieser Punkt ist auch genau der Zusammenfluß von ionischen und adriatischen Meer. Deshalb der Dauerwind und die “gebeugten” Bäume.

Zwischendurch ist ein Blick hinunter auf Stadt und Hafen reizvoll.

Petrus ist deutlich größer als ich. Er hat auch ein Podest, auf das ich mich freundlicherweise hinsetzen durfte und so  meine müden Füße in den Büßersandalen etwas ausruhen konnte.

Der Leuchtturm in nur gut 50 m Entfernung ist leider militärisches Sperrgebiet und darf nicht besucht werden.
Er ist der zweithöchste Leuchtturm Italiens nach dem von Genua.

Unten noch einige Eindrücke von der Promeniermeile um den Hafen, wo wir auch vorzüglich zu Abend gegessen haben.

17. 5.   Capo Santa Maria di Leuca - Marina d Andrano                                  37 km               Ges:  2891 km          

Dieser etwas verschlafen wirkende Badeort hat immerhin einen von der Kommune zur Verfügung gestellten Park- und Badeplatz, wo auch Womos geduldet werden. Dieses Angebot nutzten wir gerne. Das Meer war auch schon angenehm warm.

Ob groß, ob klein, ein Torre muß es sein. Dieses Sprüchlein trifft sicher für ganz Apulien zu.

Es gibt noch einen Grund, warum wir hier Halt machten. Adrano liegt am Nächsten zu Albaniens Küste. Es sind nur 82 km. Trotz dunstiger Atmosphäre konnte man ganz gut die albanischen Berge sehen und dank Tele auch noch brauchbar fotografieren. Der geringe Kontrast ist das Problem, nicht die Entfernung.
Für uns ganz lustig, weil wir vor genau einem Jahr dort waren.

18. 5.   Marina d Andrano - Otranto                                              58 km                  Ges:  2922 km          

Wir haben uns für diese kleine Teilstrecke viel Zeit gelassen, denn einen schöneren Teil Apuliens sollten wir nicht mehr finden.
Doch erst fuhren wir nach Tricase, um unsere knappen Vorräte wieder aufzufüllen. Im südlichen Apulien werden die Supermärkte schon sehr rar. Die wunderschöne Bergstadt Castro besuchten wir als Nächstes. Gleich drauf erreichten wir diesen seltsamen Torre di Miggliano, das Umfeld wäre auch ein prima Freihstehplatz.

Doch wir suchten einen Badeplatz und wurden auch fündig. Und wie!

Am Vormittag gehörte diese kleine Bucht uns ganz alleine

Eigentlich möchte man gar nicht mehr weg von so einem Traumplatz. Doch leider haben wir schon zuviel getrödelt und der Zeitplan wurde langsam knapp. So ging die Fahrt am frühen Nachmittag weiter Richtung Otranto, das uns vornehm mit Girlanden begrüßte. Könnte auch sein, daß die Pracht nicht extra für uns gemacht wurde.              Unser erster Weg:

Natürlich gleich zum Hafen, bevor wir den Burgkomplex erstiegen. Die Altstadt ist auch über diese Stiegen erreichbar.

Diese sehr gepflegte Altstadt ist wirklich einen Besuch wert. Alle Straßen und Plätze wirken, wie eben gesaugt und gewischt. Sehr selten haben wir eine derart saubere Stadt gesehen.

Ohne einige Torre geht es natürlich auch hier nicht.

Die Kathedrale Santa Maria Annunciata wirkt von außen gar nicht so imponierend, aber sie birgt ein äußerst interessantes und beeindruckendes Detail im Inneren: 

Bruder Pantaleonis vom Kloster der Basilianer schuf hier sein Lebenswerk.

Er belegte ganz alleine von 1163 - 1165 den gesamten Kirchenboden mit Mosaiken, die Motive der biblischen Geschichte und wilde Tiere  wiedergeben. Gerade weil er kein Leonardo da Vinci war, berühren uns seine fast kindlich anmutenden Arbeiten umso stärker. Meisterhaft jedoch war seine handwerkliche Kunst. Die Mosaike sehen heute noch fast wie neu aus.

Wir waren etwa zwei Stunden in der Kathedrale und haben sicher noch nicht alle Motive gesehen.
Auch die Krypta war sehr sehenswert, doch ich hielt mich brav an das  Fotografierverbot.

Die Decke der Kirche ließ uns staunen. Solche Arbeiten sieht man nicht jeden Tag.

Die Burg war unser letzter Punkt der Besichtigung. Die Anlage und insbesonders die Mauerstärken sind gewaltig und werden sicher im Mittelalter jedem Angreifer Respekt beigebracht haben.

Das Innere ist durch einige Lokale etwas verunziert, doch von der obersten Etage hat man einen herrlichen Blick auf Land und Meer.

Es hätte noch so vieles sehenswertes hier gegeben, aber wenn der Kopf voll und die Füße müde sind, hat jedes Pflastertreten sein Ende.

19. - 21. 5.   Otranto  - Specchiolla                                            148 km                  Ges:  3070 km          

Auf jeder längeren Reise ereilt uns ein sagen wir es mal vornehm “ungünstiger” Tag. Dieser war jetzt fällig. Im Bestreben, immer so küstennahe wie nur möglich zu fahren, fand ich mich plötzlich auf einer nur 2,5 m breiten Straße. Natürlich rechts und links mit je einer hübschen apulischen Mauer verschönt. Rasch begannen überstehende Olivenbäume mit ihren harten Ästen unwirsch am gesamten Womo zu kratzen. Keine Möglichkeit mehr zu wenden, stieg der Adrenalinspiegel drastisch und Fenster und Blech bekamen wieder mehr zusätzliche Kratzer. Erst nach 5 km endete die Leidenstour und ich suchte schnell nach dem nächsten SP, um wieder ins normale Leben zurück zu finden. Campo di Mare las sich prima mit V/E und Strom. Nix wie dort hin. Ja am Mare lag es schon, aber sonst gar nix. Eine verlassene Gstättn und auch der Ort schien komplett ausgestorben. Also weiter nach Brindisi, das wir ohnehin besuchen wollten. Der Stellplatz lag direkt neben der Autobahn und war nur eine ölverschmierte Betonplatte, auf der einige defekte LKW abgestellt waren. In dem Moment hätte kein ACSI Redakteur vor mir stehen dürfen, ich hätte ihn mit seinem Machwerk abgewatscht. Wir hatten von ACSI und Brindisi genug und fuhren weiter nördlich zu einem schönen CP. Es gibt ja noch das Internet. Denn hier fanden wir endlich einen sehr schönen Platz.

Vielleicht werdet ihr jetzt sagen, ein Bild wie aus dem Prospekt. Und recht habt ihr, denn wie soll ich ohne Flugzeug so eine Aufnahme zustande bringen? Und nur die Vogelperspektive zeigt die Schönheit dieses Platzes.

Und was soll diese Antenne? Sie ist auf dem Rezeptionsgebäude montiert und mich erinnert das orange Dipolgehäuse an ein eingesperrtes Lego Männchen.

Schon die Zufahrt mit der gesunden Palmenallee ließ uns ein edles Ambiente erwarten und so war es auch. Sogar der Pool war schon in Betrieb.

Viele gram- oder korrekter windgebeugte Tamarisken am Strand werden wohl auch im Hochsommer erwünschten Schatten spenden.
Wir hatten es eher windig und suchten deshalb mehr die Sonnenstrahlen.
Jedoch konnten wir von den vorher erlebten Strapazen bestens relaxen und ein bissl Hausputz und Wäsche waschen war auch angesagt.

Man muß nicht nach Alberobello fahren, um einen Trulli zu sehen. Diesen kann man sogar mieten. Da es der einzige hier auf diesem CP ist, kann man den Preis frei gestalten. In der HS kostet er pro Woche stolze 1800.-

22. - 23. 5.   Specchiolla  -  Manfredonia                                            225 km                  Ges:  3295 km          

Den kleinen Badeort am Gargano kennen wir schon von früher und wir wollten eben noch ein paar Tage Süditalien anhängen. Felsenküste gibts hier nicht mehr, sondern nur den feinkörnigen Adria Sand.

Im großzügigen Eukalyptus Wald kann man sein Womo nach belieben aufstellen und so prima faulenzen.

Die großen Abstände erfordern halt seeehr lange Stromkabel und mit 30 und 25 m hintereinander habe ich grade eben diese gut ausgelastete Stromsäule erreicht. Man beachte den Erweiterungs Adapter links oben.

Electriciti in Italia = Fortuna

24.  5.   Manfredonia   -  Giulianova                                         271 km                  Ges:  3566 km          

Wir verließen Apulien und schon ging es weiter in die Abruzzen. Der Weg, teils über die SS16 und teils über die AB. Wegen ganztägigem Regenwetter gibt es keine Bilder, ebenso vom CP, der extrem bürokratisch (Bändchen-Mentalität) betrieben wurde. Für eine Übernachtung gehts, aber für mehr würde ich mich eingesperrt fühlen.

25.  5.  Giulianova - Rimini                                         205 km                  Ges:  3771 km          

Und weiter ging es mit Riesenschritten nach Norden. Hier ein paar Fotos von unterwegs. Loreto kennt wohl jeder und den Namen der Burg habe ich leider vergessen. Auch die Abruzzen ließen wir hinter uns und erreichten die Marken.

Rimini als Zwischenhalt haben wir deshalb ausgesucht, weil unser letzter Besuch über 20 Jahre zurück liegt und wir uns kaum mehr an die Altstadt erinnern können. Es ist in der Zwischenzeit ein SP direkt am Eingang zur Altstadt errichtet worden. Leise ist er leider nicht.

Unser erster Besuch galt dem Gemüsemarkt. Es war gerade Mittag und viele Geschäfte hatten geschlossen.

Es gibt viele Durchhäuser, ähnlich wie in Salzburg.

Piazza tre Martiri, Palazzo di Podesta, Palazzo d Arrenga, alles noch da. Und sogar einige alte Erinnerungen kamen wieder.

Auf der linken Seite des Kanals geht man durch die Siedlung der Fischer Richtung Hafen. Die Häuser sind meist sehr gut renoviert und trotzdem wurde der originale Stil weitgehend erhalten. Hier merkt man nichts vom Tourismus Rummel.

Die Bettenburgen beginnen auf der anderen Kanalseite rechts vom Leuchtturm und ziehen sich kilometerlang hin. Das war aber nicht unser Ziel, sondern wir ließen den Stadtrundgang nach einem kleinen Einkehrschwung enden.

26.  5.  Rimini  -  Lughetto                                       190 km                  Ges:  3961 km          

Auf der Fahrt von Ravenna nach Venedig wählen wir immer die Bundesstraße und fahren nicht über Bologna. Nein, diese Bilder stammen nicht aus Venedig, sondern aus Comacchio. Die reizende Kleinstadt am gleichnamigen Lago. Wir genossen diesen Vormittagsstopp sehr, waren wir doch an diesem Kleinod immer vorbei gefahren.

Doch es ging noch ein Stück weiter diesen Tag, nämlich auf eine Acienda etwas landeinwärts. Wir wurden nicht nur vom Betreiber, sondern auch vom diversen Fell- und Federvieh lautstark begrüßt.
Die absolute Attraktion war natürlich der prächtige Albino-Pfau.

Ganz billig sind auch die Acienda Stellplätze nicht mehr. Außer einem zugegeben sehr schönen Platz, gab es Strom und Wasser für 20.- pro Nacht.

Das auch vorhandene Ristorante haben wir verschmäht, weil die Küche erst ab 20 Uhr öffnete. Da haben wir längst gegessen.

27 - 29.  5.  Lughetto  -  Caorle                                     100 km                  Ges:  4061 km          

Der Grund, warum wir so einen genauen Zeitplan für die Rückreise hatten: Unser Sohn, Schwiegertochter und die beiden Enkerl urlaubten gerade in Caorle, deshalb hatten wir einen Treff dort vereinbart.

Sie konnten über den Lungomare mit dem Kinderwagen zu uns fahren und so genossen wir einige Tage mit viel Kurzweil. Wir sind der Meinung, daß ein Familientreff eigentlich nicht in einen RB paßt. Deshalb keine Bilder von unserer CP Parzelle samt Umhertollen der beiden Jüngsten.

Dafür gibt es noch einige Bilder von unserer Radltour, zuerst nach St. Margaretha, wo uns diese Rosenpracht begrüßte und dann mit der Fähre weiter nach Caorle. Natürlich waren bis zur Altstadt noch etwas die Pedale zu treten, denn die Fähre überbrückt nur den Fluß.

30. 5.  Caorle  -  Villach                                     225 km                  Ges:  4286 km          

Da Villach bei unseren Besuchen jedesmal mit Regen aufgewartet hat, wollten wir der Stadt noch eine Chance geben. Wir beschlossen, wenn es beim Grenzübertritt nicht regnet, dann fahren wir hin. Kurz vor Tarvis hörte der Regen auf.

Den Gratisparkplatz in der Nähe des Interspar kennen wir schon gut, er eignet sich prima für Wohnmobile für eine Übernachtung. Naja beim Stadtbummel hat es knapp trockenes Wetter gegeben, von der berühmten Kärntner Sonne, jedoch keine Spur.

Trotzdem hat uns am Abend zum Abschluß der Reise das Steak in den Villacher Brauereistuben ausgezeichnet geschmeckt. Wir müssen uns ja wieder an heimische Kost gewöhnen.

31. 5.  Villach  -  Wanghausen                                   242 km                  Ges:  4528 km          

Schon in Kärnten fing es zu regnen an. Nach den Tauerntunnels lichtete es sich zum Wolkenbruch, der uns treu bis nach Hause begleitete. Bei Temperaturen um 12° C wurde immerhin das Auto perfekt gewaschen und von tausenden toten Insekten befreit.

Fazit: Es war wieder eine sehr schöne, aber auch anstrengende Frühlingsreise. Wir packen halt immer zuviele Vorhaben in die verfügbare Zeit und das sollten wir mit zunehmenden Alter zu vermeiden lernen. In Zukunft werden wir sicher jeweils länger an einem Ort bleiben, ohne gleich zu Dauercampern zu werden. Angeblich kann weniger auch mehr sein?

Weil wir mit den italienischen Essenszeiten ohnehin nie richtig klar kommen, haben wir viel selber gekocht. So gerne wir italienisch essen, aber ein opulentes Abendessen um 22 Uhr sorgt bei uns garantiert für eine sehr schlechte Nacht.

So ist der ganze Urlaub gar nicht so teuer gekommen. Die CP/ SP und Sprit Preise werden je etwa die Hälfte der Kosten ausgemacht haben. An Maut habe ich nur knapp über € 150.- bezahlt, da in den beiden südlichsten Bundesländern Kalabrien und Apulien keine Mautkosten anfallen und wir ohnehin sehr viel Landstraße gefahren sind.

 

Liebe Grüße und danke für das virtuelle Mitfahren, die lockers.

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