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Frühlingsreise nach Süditalien, der Westen

Wir wollten dieses Jahr wieder einmal Italien besuchen, vorwiegend Kalabrien und Apulien. Doch auch bei der Hin- und Heimreise sollten einige Ziele aufgesucht werden, die uns bisher entweder unbekannt oder so schön waren, daß ein Doppelbesuch lohnt.

17.04.  Wanghausen - Valeggio                                                          471 km                  Ges:  471 km          

Zufällig haben wir über den Park Sigurta gelesen, daß der schon Mitte April wunderschön gepflegt und voller Blumenpracht wäre. Da die Entfernung nach Valeggio, etwa 15 km südlich des Gardasees eine schöne Tagesetappe darstellt, war der Entschluß schnell gefasst.

Schon bei der Ankunft bestaunten wir die riesige Ponte Visconti mit den beiden mächtigen Grenzmauern, deren Tore für die für heutigen Fahrzeuge eine sehr unbürokratische Verbreiterung erfahren haben. Diese Brücke überspannt den Fluß Mincio und war eigentlich als Staumauer errichtet
Doch jetzt geht es los: Parco Sigurta wir kommen!

Oben: Herr Sigurta, ein sehr wohlhabender Sohn der Stadt ließ um 1900 diesen riesigen Park mit 550.000 m2 aus eigenen Mitteln errichten und schenkte ihn später der Stadt.

Links: Im Schlagschatten schlecht zu entziffern, aber ich übersetze: Der Treffpunkt zweier Imperiatori, also Kaiser. Das waren Franz Josef I und Napoleon III Die werden wohl nicht wegen der schönen Aussicht hierher gekommen sein. Eher ist zu vermuten, daß gestritten wurde um die Rechte, die die Habsburger hier ausgeübt haben.

Unten: Wir wanderten hier schon auf das enorme, wohlgepflegte Labyrinth zu. Von hinten grüßt die Scaligerburg.

Sogar die ersten Seerosen blühten schon.

Auch der Hauptplatz mit seinem schön renovierten Rathaus hat seinen Reiz. Und wohin man auch blickt, immer grüßt die beeindruckende Burg.

Links noch einmal die Visconti Brücke mit ihren 21 m Breite, ein enormes Bauwerk. Heute mit geteerter Fahrbahn und breiten geschotterten Seitenstreifen viel Platz bietend zum Parken, Radeln und Flanieren.

Nach einem guten Mittagessen waren wir so fit, daß wir spontan beschlossen, gleich noch nach Florenz weiter zu fahren.

18. - 19. 04.  Valeggio - Florenz                                                          230 km                  Ges:  701 km          

Weil wir die Strecke eh schon so gut kennen, haben wir zwecks Bequemlichkeit die AB ab Modena - Bologna - Firenze genommen.
Neu: etwa 30 km südlich von Bologna kommen zwei Schilder die AB Firenze anzeigen. Wir folgten dem rechten. Das ist eine völlig neu gebaute AB, die weder das Navi noch die ÖAMTC Karten kannten. Ein Traum zu fahren, kaum Verkehr und perfekt gebaut. Jedoch nichts für Leute, die Tunnels nicht mögen. Etwa 50 km der Strecke fährt man untertags. Lustig war das Verhalten des neuen Garmin: Da dort noch nie eine Straße existiert hatte, folgte sie einem kleinen Gebirgsbach, den wir tief unten manchmal auch zu sehen bekamen.

Die Fahrt durch Florenz im abendlichen Feierabendverkehr war natürlich weniger lustig, da wir zum Stellplatz direkt gegenüber der Altstadt wollten. Was solls, wir waren schon so oft in der Toskana und noch nie in Florenz. Das muß sich ändern. Und es änderte sich. Früh am nächsten Morgen stiefelten wir los. Natürlich genau zur Altstadt-fernsten Brücke. Die Beine wollen ja auch etwas von Florenz haben. Kritische Bemerkungen lockerines zu meiner Routenwahl konnten natürlich nicht ausbleiben.

Unser Heimweg führte uns über die Ponte Vecchio, sicher die sehenswerteste, aber auch “teuerste” von allen Florentiner Brücken.

Schön ist so a Ringelspiel, besonders wenn es so liebevoll restauriert wurde. Gesehen am Platz des Volkes. Doch alle Wege führen in Florenz zum Dom. Wenn man davor steht wird verständlich, daß sie daran über 200 Jahre gebaut haben.

Bei aller äußeren Pracht war das schlichte Innere eigentlich ein wenig enttäuschend. Einzig die kunstvoll gestalteten Bodenmosaike in feinsten Marmorarten waren ein echter Genuß.

Die Schildkröte samt Reiter, beides vergoldet ließ uns am nächsten Platz staunen und lockerine konnte sogar den Bronze Eber in der Gasse der Kürschner streicheln.

20. - 21. 04.  Florenz - Montopoli                                                          53 km                  Ges:  754 km          

Nach diesen hektischen Tagen wollten wir etwas mehr ausruhen in einem möglichst langweiligen CP in ländlicher Umgebung. Diese Ruhe fanden wir in Montopoli im Arnotal. Das liegt etwa auf halber Strecke zwischen Florenz und Livorno.

Der CP ist an der Spitze des einen Hügels und am anderen Hügel ist das Städtchen erbaut. Eines von jener Sorte, die wir bei unseren Reisen immer so bewundern.

Eingesäumt von prächtigen Zypressen, eine Menge wildwachsender schöner Blumen direkt am CP, ja hier kann man / frau es aushalten. Einzig der Pool war noch nicht befüllt. Aber welcher Italiener geht denn bei nur 25° schon baden? Die Campinglady hat mich jedenfalls ungläubig auf meine Frage hin angestarrt.

Natürlich mussten wir auch das stolz oben stehende Städchen erwandern. Montopoli erwies sich als so eng, daß nur Ape´s und Kleinwagen a la Cinquecento durch die engen Gassen fahren können.

Es hat sich auch wieder mal erwiesen, daß viele dieser aus der Ferne so malerischen Orte fast völlig ausgestorben sind. Die Jugend hat längst das Weite gesucht und nur mehr alte Leute gehen hin und wieder die paar Schritte auf die Straße zum einzigen Bäcker oder Metzger der Stadt.

Wir haben hier auch Brot und einen Liter offenen Chianti für € 2,50 gekauft, der uns ausgezeichnet geschmeckt hat.

22. 4.  Montopoli  -  Saturnia                                                          243 km                  Ges:  997 km          

Hier mussten wir ganz einfach noch einmal hin. Das Schwefelwasser tut uns sehr gut. Auf das Foto vom Badevergnügen bin ich ein bissl stolz, denn es ist vom Gegenhang aus ca.2 km Luftlinie entfernt aus freier Hand gemacht. Ohne mein 64 fach Zoom mit Bildstabilisator wäre das völlig unmöglich.

Das war ein Hallo, als ich den lustigen Schweizer Clou Fahrer genau hier erneut traf. Er hat uns auch sofort wieder erkannt. Sein Tipp hat uns in das beste Restaurant der Stadt geführt. Zwar ist ohne Reservierung nix zu machen, aber der Hinweis auf den Amigo svizzero hat uns doch noch ein Katzentischchen beschert. Der Padrone hat uns eigenhändig fotografiert, leider waren da die Köstlichkeiten schon verputzt.

23 + 24. 4.  Saturnia  -  Latina Mare                                                         233 km                  Ges:  1230 km          

Ich wollte endlich das Meer sehen und eintauchen. Wir durchfuhren die südlichste Toskana und Latium auf Landstraßen, um erst bei Rom die G.R.A. (Umfahrungsautobahn) zu nutzen. So konnten wir flott und streßfrei die ewige Stadt umrunden. Im Süden kam dann eine zwar kostenfreie AB, die aber dafür in einem schauderhaften Zustand war. Von Pomezia, Aprilia und Latina haben wir vor lauter Schütteln nur verschwommene Bilder gesehen, begleitet von einem Orchester aus Gläsern, Essgeschirr und Kochtöpfen. Doch dann: das Meer!

Die sehr moderne Kirche, Latina Mare, eben erst fertiggestellt. Und wer glaubt, am Strand wachsen nur Mittagsblumen, der irrt.

Ihr werdet es schon ahnen, weiter als bis zum Knie kam ich nicht ins Wasser. Es war noch viel zu kalt. Doch denn Seewind schnuppern bei langen Spaziergängen, das hat auch was und wir haben es sehr genossen.
Ein Tipp: Südlich von Rom geht die Qualität der ACSI Stellplatz Angaben drastisch zurück. In Latina Mare waren die beiden angegebenen längst stillgelegt und alle Anlagen vergammelt. Diese schlimme Erfahrung sollte sich für ganz Süditalien fortsetzen. Die Trefferquote liegt bei etwa 30%. Meine guten Erfahrungen mit den ACSI CP kann ich für die SP Ausgabe in keiner Weise teilen. Ich habe dann den ACSI nur noch verwendet, wenn ich auf einen CP gehen wollte, da passt er und auch die Koordinaten stimmen.

25. 4.  Latina Mare - Capua Vetere                                                        212 km                  Ges:  1442 km          

Na gut, wenn mich Poseidon nicht liebt, dann machen wir halt in Kultur. Es gibt ja genug altes Gestein in der Gegend. Statt schnurstacks zur AB rollten wir gemächlich die Küste entlang, bis wir Richtung Montecassino landeinwärts biegen mussten. Diese legendäre Benediktinerabtei ist wohl einen Besuch wert. Von der Stadt bis zur Abtei sind es 8 km und an die 50 Serpentinen. Aber wenn Busse hinauf kommen, wird das Womo das wohl auch schaffen. Der Ford schaffte es. Für wohlfeile  € 8.- gab es oben einen 4 Stunden Parkplatz. Recht fromm können die Benediktiner in ihrem Stammkloster wohl nicht sein, denn es goss die ganzen 4 Stunden wie aus Kübeln.
Von außen merkt man am stärksten, daß die Abtei im WK II fast völlig zerstört und dann wiederaufgebaut wurde. Alles wirkt neu, abweisend und sehr wehrhaft.

Die Innenhöfe und Wandelgänge dürften offenbar nicht so arg zerstört worden sein, denn es findet sich noch viel originale Bausubstanz vom 3. Wiederaufbau. Montecassino hat eine sehr bewegte Vergangenheit. 519 erstmals erbaut, erlitt das Kloster 4 Zerstörungen. Die letzte und gründlichste durch alliierte Bomber 1944. Da die mittelalterlichen Baupläne gerettet werden konnten, schaffte es der italienische Staat in 10 jähriger Bauzeit, die Abtei fast originalgetreu wieder aufzubauen.

Gar nicht Italien typisch ist die üppig mit Gold und teuren Statuen ausgestattete Basilika. Und noch seltener findet sich ein Orgelprospekt hinter dem Hochaltar. Auch das Spielpult ist nicht auf einer Empore im rückwärtigen Bereich, sondern direkt vor den Gläubigen. Ich vermute, daß hier ein Mischstil aus Barock und Renaissance diese seltsame Orgelkonstellation erzwang, leider konnte ich das nicht verifizieren.

Doch diese Tagesfahrt war noch nicht zu Ende, denn es sollten auch noch Ausgrabungen aus der Römerzeit besucht werden. Nämlich das antike Capua Vetere mit den Ausgrabungen, die bis in die etruskische Zeit zurückreichen. Am besten ist jedoch das Amfitheater erhalten. Es soll nach Rom das zweitgrößte des Reiches sein.

Die Stadt war im Altertum sehr wohlhabend. Sie wurde mehrmals geplündert und zerstört. Bis es den Bewohnern reichte und sie etwa 8 km nördlich eine neue Stadt Capua aufbauten. In dem antiken Teil findet man außer den Ausgrabungen nur Wohnhäuser und einige Geschäfte. Ein eigenartiger Kontrast.

Wir besuchten auch noch das angrenzende Museum. Des beste Objekt war ein riesiges Modell des Amfitheaters mit fast 4 m Durchmesser, leider mit Glas abgedeckt, deshalb die Spiegelungen. Man gewinnt hier eine sehr guten Eindruck, wie das seinerzeit ausgesehen hat. Auch das nicht zugängliche Untergeschoß, das Ställe, Zellen für die Gladiatoren, etc. enthielt, war sehr gut vorstellbar.
Die lebensgroßen martialischen Kampfszenen haben uns weniger angesprochen.

26. 4.  Capua Vetere  -  Contursi Terme                                                        126 km                  Ges:  1568 km          

Wenn wir schon so weit im Landesinneren sind, dann könnten wir doch noch einen Thermenbesuch anhängen. Gesagt, getan. Aber zu wenig recherchiert. Denn dort gibt es 2 verschiedene Wässer von hoher Qualität. 1. reichlich Mineralwasser ohne Schwefel aber mit natürlicher Kohlensäure. Überall gibt es öffentlich zugängliche Brunnen, die von den Einheimischen intensiv genutzt werden.

Das zweite Vorkommen sind unzählige stark schwefelige Quellen, die aus den Felsen sprudeln. Aber das Wasser ist eiskalt.
Bei der Anfahrt wurden wir schon von weitem durch die sechs Kamelhöker begrüßt. Beim Erreichen des Ortsgebietes werden auch all die vielen Nationen freundlich begrüßt, nur uns Deutsch sprechenden hat man vergessen. Eigentlich schade.

Wieder galt es, eine Stadt am Berg zu erwandern. Nach etwa 1 Stunde Aufwärtsmarsch kamen wir in eine lebhafte, aber schon bessere Zeiten gesehene Altstadt. Wer entdeckt mein Womo im oberen Bild? Beim Abstieg durch einen Hohlweg entdeckten wir wild wachsende Calla in voller Blüte, gut durch einen Sumpfgraben und Staudenwerk gesichert.

Der sogenannte Gratis-Stellplatz ist mit Vorsicht zu genießen. Er gehört zum Restaurant und der Besitzer kommt sofort angerannt und fragt, ob man Mittag oder Abend essen gehen möchte. Wir hatten eh schon etwas Hunger und gingen gleich mit. Wir aßen nur Antipasti und Pasta und tranken eine halbe Flasche Wein. Dafür nahm uns das Schlitzohr genau € 50.- ab. Natürlich ohne jede Quittung. Jetzt wissen wir, warum wir die einzigen Gäste waren. Jeden Tag steht ein Dummer auf, diesmal waren es zwei.

27. + 28. 4.  Contursi Terme  - Praia a mare                                                        128 km                  Ges:  1696 km          

Wir wollten endlich Kalabrien erreichen, deshalb die AB durch das Landesinnere. Angenehmer Nebeneffekt, seit Salerno ist die AB kostenlos. Leider war die richtige Abfahrt gesperrt, so mussten wir durch eine enge Bergstadt, die wir freiwillig wohl nie angesteuert hätten. Doch sobald diese Burg erscheint, wissen wir, daß wir Kalabrien und Praia a mare erreicht haben. Weil die CP Infos falsch waren, entdeckten wir zufällig diesen Freisteher Traumstrand. Solche Irrtümer müsste es öfter geben. Außer ein paar abendlichen Liebspärchen hatten wir die Bucht ganz für uns.

Selbst das Meer war schon für mehr als ein paar Minuten akzeptabel und der vulkanische Sandstrand war sehr bequem zum langsamen Eintauchen in die Fluten.

Doch auch der Ort Praia a mare hat einiges zu bieten, wenn er auch vorwiegend ein Badeort ist. Zum Beispiel das reizende Kirchlein, direkt oberhalb der Stadt und ganz eng an den Felsen geschmiegt. Es soll früher eine Einsiedlerklause gewesen sein.

Der prächtige Blumenschmuck, sowohl von kommunaler, wie auch privater Seite fiel uns besonders auf.

Am Strand wurde überall fleissig gebaggert und geschaufelt, die Bars und Cafes neu gestrichen, denn am 1. Mai muss alles fertig für die Saison sein. Vorher stört den Freisteher kein Mensch.

29. 4.- 1. 5  Praia a mare - Tropea                                                       199 km                  Ges:  1895 km          

Dieser Tag, ein Tag der Irrungen und Wirrungen. Lockerine wollte in eine Therme namens Caronte nahe Lamezia. Ich wollte den Fahr- Rummel um den 1. Mai auf einem gemütlichen CP am Meer verbringen, ja ich gestehe F1 war auch. Wir sind ja kompromißfähig, also gewann ich und wir fuhren nach Punta di Zabrone. Nach Caronte wollten wir dann nachher die etwa 50 km zurückfahren. Der gewünschte CP erwies sich als nicht anfahrbahr. Ein steiler, geschotterter Hohlweg mit anschließender zu niederiger Bahnunterführung wäre unser Unheil gewesen, hätte ich dem Garmin gefolgt. Nach etlicher Sucherei nach einer anderer Anfahrt haben wir Zabrone verschont und sind gleich nach Tropea weiter gefahren, das ohnehin auf unserer Wunschliste stand. Ihr wisst schon, Stadt am Berg war unser Motto. Wenn rechts die neue Wallfahrtskirche und links die hässlichen Stützmauern auftauchen, dann ist man in Tropea. Aber ohne die Mauer wäre die alte Stadt längst herunter gefallen, also wollen wir nicht klagen.

Wir sind schon unterwegs die etwa 100 Stufen hinauf in die Altstadt. Ja schon ein bisschen anstrengend, aber der Rundumblick lässt uns die Mühen schnell vergessen. Die altehrwürdige Stadt mit der kleinsten Universität Italiens ist trotz viel Tourismus nicht verkitscht worden. Brava!

Den Umzug der I Giganti durften wir miterleben und zum krönenden Abschluß, ein Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch.

2. 5  Tropea  -  Caronte                                                       88 km                  Ges:  1943 km          

Die Rückfahrt wurde doch 88 km lang, weil ich lockerine einen Gefallen schuldig war. So fuhren wir zurück zu einem AB shop, wo sie zwei entzückende Keramik Salamander entdeckt hatte, sich jedoch nicht entscheiden konnte. Diesmal kaufte sie beide. hihi. Die kurze Fahrt ins Landesinnere war schnell erledigt, doch weil die “Schulzschen Koordinaten” wieder einmal nur sehr ungefähr waren, blieb uns selbst noch einiges zu tun, um hin zu finden. Das Wasser hat Schwefel, Kalium und Kalzium, wir waren schon gespannt. Übernachten mit dem Womo ist auf dem großen geteerten Parkplatz kein Problem. Der Stellplatz nach Schulz ist allerdings längst zu einer Müllkippe verkommen.

Das Naturbecken war herrlich sauber, das betonierte dagegen trüb. Fast keine Leute hier, wir genossen das.

3.5. - 5.5.  Caronte  -  Nicotera                                                       144 km                  Ges:  2087 km          

Dieser CP Mimosa liegt zwar über 8 km von Nicotera entfernt, dafür bietet er so ziemlich alles, was man sich wünschen kann. Bar,  Brötchenservice, Minimarket, Pool und sogar ein eigenes Bad mit Schlüssel. Da kein Badewetter, rüstete ich zur Fahrt nach Nicotera.

Die Fahrt ging anfangs durch Orangen- und Olivenhaine richtig romantisch dahin, dann war leider abrupt der Weg zu Ende. Einige km zurückfahren war die Strafe. Und jetzt ordentlich auf der offiziellen Straße immer die Stadt am Berg vor Augen und immer größer werdend. Und dann eine Kreuzung, Nikotera (Berg) rechts, Nicotera mare links. Ich entschied mich für mare, da es abwärts ging. ;-)

Jeden Abend gab es prachtvolle Sonnenuntergänge. Der letzte sogar mit klarer Fernsicht. Sizilien und der leicht lauchende Stromboli war mit freiem Auge gut zu sehen. Dann erst der Sonnenuntergang mit Stromboli, ja das ist für einen Fotofan nicht mehr zu toppen.

Mit diesen Bildern endet der Teil Italien West, da von der extrem stressigen Fahrt durch Reggio di Calabria verständlicherweise keine Bilder gemacht wurden. Der Bericht über die Weiterfahrt die ionische Küste entlang folgt im Teil Italien-ost. Wir sehen uns?

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