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22. -  25. 5.  Durres -  Ulcinj / Montenegro                                                   160  km                  Ges:  2368 km          

Die restliche Fahrt durch Albanien wurde schon im Teil-2 erzählt, deshalb hier nur die Erinnerungen an ein paar Badetage in Ulcinj. Die Abwechslung liebend, suchten wir einen anderen CP. Der von ADAC empfohlene Tropicana erwies sich als eine wahre Ruine. Die Rezeption ein alter verwahrloster Wohnwagen, die Toiletten außer Betrieb und abrissfähig, neue zwar im zögerlichen Bau, aber unbenutzbar. Es waren trotzdem vereinzelt deutsche Gäste da. Wir sind keine Masochisten, also nix wie weg. Der Safari Beach war Ende Mai schon sehr stark belegt und wie das Bild zeigt, die vordeste Reihe zum Großteil von egoistischen Längsparkern besetzt. Also sind wir sehr froh wieder zu unserem schönen Miami Beach zurück gefahren und alles war so, wie bei unserem ersten Besuch.

Super,  wenn man im CP-Restaurant gleich so begrüßt wird. Die restlichen Tage waren nur mehr baden und faul sein.

Sogar ein paar Schildkröten haben es sich am Miami gemütlich gemacht. Wir auch!

26. -  28. 5.  Ulcinj / Montenegro  -  Zaostrog / Dalmatien                                     275  km                  Ges:  2643 km          

Da wir genug Zeit für die Heimreise eingeplant hatten, entschieden wir, die ganze Strecke die Küstenstraße hinauf zu fahren. (Magistrale) Wo es uns gefiel, sollten ein paar Tage Badeurlaub eingelegt werden.

Rechts sieht man die neue neue katholische Kirche in Bar.

Die Bucht von Kotor, diesmal wesentlich bequemer per Fähre bezwungen, da noch eine weite Fahrt anstand.

Der Zweck dieser “Chinesischen Mauer” blieb uns leider verborgen. Endlich erreichten wir Zaostrog, denn 275 km Küstenstrasse haben es in sich. Der CP Viter ließ uns die Mühen schnell vergessen.

Kurz darauf fuhren wir schon wieder an Dubrovnik vorbei, wie immer ein Genuß. Und ganz lässig einen Ozeanriesen von oben herab zu mustern, das hat auch was.

Die Fähre verbindet Hvar mit dem Festland. Man kann zwei Tage nicht nur essen, trinken und schwimmen, deshalb wurde es wieder einmal Zeit für eine kleine Bergwanderung. Der imposante Berg hatte uns schon am Ankunftstag gefallen. Auf etwa 1/3 der Höhe ist der alte Ort Zaostrog, der mittlerweile verlassen ist. Hierhin sollte es gehen.

Es wurde ein herrlicher Ausflug bei Kaiserwetter. Anfangs durch Kakteen- und Oliverhaine, später schattig unter alten Pinien mit prächtigen wild wachsenden Lilien, bis etwa ab der alten Kapelle. Dann kam der schweißtreibende Teil des Aufstieges. Es gab entlang des Weges nur mehr karges Gebüsch, das keinen Schatten mehr spendete.

Doch wir schafften den Weg bis zum heute noch benutzten Friedhof, wo wir Rast hielten. Ja die alten Zaostrogesen wußten auch im Tod eine schöne Aussicht zu schätzen.

Der alte Ort bot wenig Sehenswertes. Häuser in jedem Stadium des Verfalls, das war alles. Historisch bedeutsames gab es hier nicht.

Das alte und das neue Zaostrog an der Markaska Riviera.

Dann war unsere Zeit in Zaostrog auch schon wieder zu Ende. Ein letztes Bild am Abend direkt vom CP Strand aus.

29. -  30. 5.  Zaostrog / Dalmatien  -  Pakostane                                         216  km                  Ges:  2859 km          

Die jetzt folgende Küstenstraße bis kurz vor Zadar halten wir für den schönsten Abschnitt dieser Reise. Vorbei an den Inseln Hvar und Brac ging es um unzählige Buchten herum, eine schöner als die andere. Eines ist natürlich klar: Eilig darf man es nicht haben. Denn die Hände am Lenkrad haben viel Arbeit.

Hier an dieser schönen Bucht mit Blick nach Marina hielten wir Mittagsrast, natürlich verbunden mit einem kleinen Spaziergang samt kurzem Badevergnügen. Die Bucht, die schon fast ein Fjord ist mußte anschließend auch umfahren werden.

Was machts? Der Weg ist das Ziel.

Dann erst diese unvergessliche Aussicht auf die Halbinsel Rogoznica, wie sollte das noch übertroffen werden? Vor soviel Schauen und Staunen haben wir fast den ganzen Tag für die 216 km gebraucht, aber das war es wert.
Wir erreichten am Spätnachmittag Pakostane. Wir haben dieses Städtchen ausgewählt, weil wir vor über 30 Jahren einen Club-Med Urlaub hier verbracht haben. Außerdem waren wir neugierig, was ein CP Nordsee hier macht.

Altstadt und Hafen sind noch etwa gleich, aber sonst haben wir kaum etwas wiedererkannt.

Der CP heißt so, weil die Besitzerfamilie tatsächlich von der Waterkant stammt. Sehr nette Leute. Leider gibt es sehr viele Dauercamper, da sind wir nicht so recht kompatibel ,-) .

31. 5.  Pakostane  -  Selce                                                                             218  km                  Ges:  3077 km          

Diese Tagesetappe könnte man getrost auch auf der AB fahren, aber Magistrale war eben beschlossen. Bis Zadar ging es ja noch mit einer abwechselnden Aussicht. Aber dann fuhren wir stundenlang die fade Insel Pag entlang . Sie sieht aus wie eine Mondlandschaft und außer Salzgewinnung gibt es dort eigentlich nur wenig. Ich habe immer auf einen Funkspruch gewartet: “The eagle is landed” (Nur für ältere Semester verständlich, weil sie sich noch an Apollo-11 erinnern) Dennoch kamen wir gut vorwärts und erreichten am späten Nachmittag Selce, um die müden Augen auszuruhen.

Der CP war terrassenartig unter Bäumen. Der mit Platten ausgelegte Badebereich war jedoch sehr schön.

Selce ist ein schöner Badeort mit viel und guter Gastronomie. Auch eine shopping mall findet sich, so wie an der oberen Adria üblich.

Es ist eine gute Gegend zum schwimmen und schnorcheln, denn der kleine Nachteil des Fels- oder Betonstrands wird durch das kristallklare Wasser mehr als wettgemacht.

Ein Sonnenuntergang am Meer sei mir bitte auch auf dieser Reise gestattet?

1. 6.  Selce  -  Grado / Italien                                                                             205  km                  Ges:  3282 km          

Es ging immer weiter nördlich. Die Umfahrung von Rijeka war kein nennenswertes Problem. Eher schon, die richtige (mautfreie) Einreise nach Slowenien zu finden. Denn für knapp 15 km kriegen die keine 30 € von mir. Es geht, wenn man immer den Landstraßen-Schildern Italien bzw. Triest folgt. Relativ flott waren wir in Grado, weil wir noch einmal italienisch essen wollten und uns diese Altstadt immer wieder gefällt.

Da wir den stadtnahen Stellplatz gewählt hatten, wo wir gerade noch einen Platz ergattern konnten, war der Fußmarsch zum Abendessen in die Altstadt relativ kurz. Lasagne aus dem Steinguttopf, dazu Merlot di Friuli, hinterher für uns verbotene Dolci, ja so kann man den Urlaub ausklingen lassen.

Bei dem folgenden ausgiebigen Abendspaziergang durch die Altstadt und die Flaniermeile wurden die Sünden ohnehin gleich wieder abgebüßt. Man muß nur fest daran glauben.

Am Lungomare sieht man auch das moderne Grado mit seinen Hotels in durchaus interessanter Architektur.

Den Strand haben wir uns nur angesehen, denn in der Lagune kann man bis Venedig waten, wie unser lustiger Stellplatz Nachbar aus Kärnten sagte. Wir waren auch zu verwöhnt von den letzten fünf Wochen.

2. 6.  Grado / Italien  -  Faak / Kärnten                                                                      140  km                  Ges:  3422 km          

Wir wollten noch nicht ganz nach Hause, also bogen wir in Villach kurzerhand zum Faakersee ab. Eine Nacht gewonnen!

Ein Waschhäuschen wird wohl selten fotografiert, aber dieses
ist ganz bestimmt ein Bild wert. Der ganze CP war so toll.                

Speziell für Ewald: Diesmal hatten wir unsere eigene  Ente.

3. 6.  Faak / Kärnten  -  Bergheim                                                                      203  km                  Ges:  3625 km          

Wir wollten gerade aufbrechen zu unserer letzten Etappe, da formte sich vor uns ein riesiger Konvoi von Cabrios. Sie hatten in Faak ihr jährliches Treffen. Wir haben uns noch den Aufbruch der Prozession in Ruhe angesehen und zuckelten dann hinterher.

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Endlich haben wir einmal die Burg Hohenwerfen samt Hagengebirge bei Schönwetter und Vormittagslicht erwischt.

Jetzt ist diese schöne Reise zu Ende und wir bedanken uns ganz herzlich bei euch für die nette Reisebegleitung.

lockerine & locker

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