Dalmatien

1. 9.  Mauterndorf - Oberrakitsch                                                                 gef. 164 km          Gesamt 380 km    

Die Wiese am CP Mauterndorf war dank Dauerregens schon nicht mehr imstande, das Wasser aufzunehmen. Deshalb beschlossen wir, das Forumtreffen einen Tag früher zu verlassen. Das war ein richtiger Entschluß, denn ich kam gerade noch aus eigener Kraft los.
Wir hatten beschlossen, gemeinsam mit den Bienchen Maja und Willi, sprich Rosi und Manfred diese Herbstreise zu unternehmen. So zuckelten wir im Konvoi die Mur entlang bis Mureck, um kräftig einzukaufen und dann weiter zur Ölmühle Sixt. Hier war der Einkauf des berühmten steirischen Maschinenöls sowie ein letztes österr. Abendessen mit echt steirischen Schmankerln obligat. Leider keine Bilder, da uns der Regen brav begleitet hat. Da habe ich keine Lust zum knipsen.

2. 9. - 3. 9.  Oberrakitsch - Lendava                                                                 gef. 169 km          Gesamt 449 km    

Dank vorsorglich gekaufter slowenischer Vignette konnten wir über Radkersburg flott über die Autobahn zu unserer Therme fahren.

Da bei der Ankunft schon wieder Regen drohte, haben wir am CP gleich Aufstellung am betonierten Bereich genommen. Egal, der Lust am Gichtwandlsitzen, sowohl im Außen- als auch im Innenbereich hats keinen Abbruch getan.

4. 9. - 6. 9.  Lavanda - Selce                                                                 gef. 352 km          Gesamt 801 km    

Dank AB Vignette ging die Fahrt quer durch Slowenien rasch vonstatten und wir erreichten bei Rijeka die Adria. Natürlich nahmen wir ab da die Küstenstraße, denn die Ansichten vorbei an einer Insel um die andere beeindrucken immer wieder.

Jaja Selce hat schon was, besonders das abendliche Flair in der kleinen Stadt bezauberte uns erneut. Die Flaniermeile mit vielen Lokalen und Shops ist ein Traum.
Leider ist der CP nicht ganz so schön, da fast alle Plätze ziemlich schief liegen. Terrassierung scheuen sie offenbar. Die unteren -ebenen- Plätze sind ausnahmslos von Dauercampern besetzt.  Für einen kürzeren Zwischenstopp gehts jedoch.

7. 9. - 16. 9.  Selce - Seline                                                                 gef. 144 km          Gesamt 945 km    

Da wir Handfunkgeräte mitführten, konnten wir uns immer über die schönsten Fotografierplätze verständigen. Wenn man im Convoi fährt, sind PMR Funkgeräte überaus praktisch.

Wenn halt unsere Damen nicht immer sofort auf Beutefang ausgingen. Zu erbeuten gibts natürlich immer was. Und wenn es auch nur Blumensamen sind, die bis daheim eh längst verloren sind.
Aber wir kamen trotzdem gesund in Seline an und bekamen zwei große nebeneinanderliegede Plätze.

Ein köstlicher Kaiserschmarren wird gemacht.

Oh pardon, es sollte natürlich Starigrad heissen. Totzdem war der Hatsch in der Mittagshitze schwer genug. Danke an die Bienchen, die trotz vorhandenem Roller solidarisch mit uns marschierten.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Weder Bier und anrollendes Mittagessen konnten so richtig Begeisterung auf ihre Mienen zaubern.

Beim abendlichen Fest zu Ehren des Dorfheiligen von Seline gab es natürlich viel Brauchtum, Folklore und eine Band, die sowohl dalmatinische Volksmusik, als auch moderne Songs drauf hatte. Selbst unsere Damen wurden von der Musik mitgerissen, während Manfred und ich auf die Weingläser aufpassen mussten.

Doch die Aktivitäten nahmen kein Ende. Wie soll ich das untere Bild nennen? Weit weit ist der Weg nach Stalingrad.

Auch bei Sarah und ihrer Freundin haben wir unseren Besuch gemacht. So entstand dieses Foto, das mir liebenswerterweise Sarah zur Verfügung gestellt hat. Ich war ohne Kamera ausgerückt, was mir eigentlich selten passiert

Rosi und Gusti haben auch an Land für Aufsehen gesorgt: Einen Luft-Liegesack durch schnelles Laufen aufzublasen ist eine Kunst.

Den Herren der Schöpfung hat das bisschen Gehen natürlich nichts ausgemacht. Der Kampf um die größeren Fleischrationen war halt leider doch eine Folge des Marsches. Für höfliche Zurückhaltung was es nicht die rechte Zeit.

Wohlgestärkt und mit etwas Beute aus der shopping Meile marschierten wir wieder eine gute Stunde südwärts.

Unser neu entdecktes Hobby haben wir laufend gepflegt: 

Das Seepferdchen. Sitzend auf einer Kunststoffnudel nur leicht wassertretend, sich von den Wellen schaukeln zu lassen. Mit normalen Armtempi kommt man gar nicht so langsam voran. Selbst Rückenschwimmen geht, warum Rosi dabei schallend gelacht hat, verstehe ich bis heute nicht.

Wir haben viel Sonne, Meer, gutes Essen und Trinken und vor allem jede Menge Spaß in den zwei Wochen zusammen gehabt.

Doch Alles Schöne geht viel zu rasch zu Ende und wir mussten unsere Womo Räder schon wieder Richtung Norden lenken.

17. 9. Seline - Ankaran                                                                              gef. 257 km          Gesamt 1202 km    

Ich wollte auf der Heimfahrt noch ein paar Tage Meer genießen. Da wir Portoroz schon gut kennen, sollte es ein anderer CP in dem kleinen Küstenabschnitt Sloweniens werden. Ankaran erwies sich leider als eine einzige Enttäuschung. Knapp 1 km nördlich vom Hafen Koper gelegen, war das Meer eine einzige braune Bühe. Der riesige, alte CP war fast ausschließlich mit Dauercampern belegt. Von einem mediterranen Ambiente, wie im ACSI beschrieben, haben wir absolut nichts bemerkt. Zu müde zum Weiterfahren schliefen wir halt eine Nacht dort, um so früh wie möglich morgens weiter zu fahren.

18. 9. - 19. 9  Ankaran - Maribor                                                                             gef. 239 km          Gesamt 1441 km    

Wie lange wollten wir schon Maribor besuchen. Diesmal war Lust und Zeit dafür vorhanden. Die Stadt der Kontraste. Bauten aus der k&k Zeit wechseln sich mit moderner Stadtarchitekur ab. Und welche Stadt kann sich schon rühmen, innerhalb der Stadtgrenzen einen Berg mit Schiliften und Gondelseilbahn zu besitzen? Dazu einen CP vom Feinsten.

Das ist der perfekte Kontrast zu Ankaran. Blitzsauber alles.

Mit dem Bus ging es preiswert und rasch in die Altstadt, wo uns prächtiges Spätsommer Wetter erwartete.

Links die Pestsäule, rechts das herrlich renovierte Rathaus

 

Die Basilika Mutter der Barmherzigkeit wird vom Orden der Franziskaner betreut.

 

Das Freiheits Monument, 1975 errichtet soll an die Hinrichtungen erinnern, die die deutsche Wehrmacht im 2. WK an der Bevölkerung Maribors verübt hat.

 

 

Li. unten das Museum der Region.
Re. unten die Kathedrale, die wegen einer Hochzeit gesperrt war.

oben der Markt und rechts der Hungerturm an der Drau.

Nach so viel Kultur durften natürlich Essen und Trinken auch nicht fehlen.                    

Ein Eindruck vom modernen Bereich.

20. 9.  Maribor - Wanghausen                                                                             gef. 427 km          Gesamt 1878 km    

Die Heimfahrt ließ uns in punkto Weg überlegen, da in Salzburg gerade der EU Gipfel der 28 Staatenlenker stattfand. Das ließ umfangreiche Staus auf Stadtautobahn oder gar durchs Stadtgebiet befürchten. Wir wählten den Weg über Bad Mitterndorf und das Salzkammergut. Der erwies sich als staufrei und wir kamen gut zuhause an.

Fazit: Wir haben sehr viel Spaß, Unterhaltung und Erholung genossen auf dieser Reise.  Rosi und Manfred waren die perfekten Reisebegleiter. Einen ganz herzlichen Dank an euch beide. Auch bei den virtuell Mitgereisten bedanken wir uns herzlich.              

lockerine & locker

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